Solidaritätswanderung - Wandern für den guten Zweck

Jennifer Kahn • 28. September 2021

Bewusste Naturerfahrung, Sensibilisierung für den Klimaschutz und Solidarität zeigen — das waren die drei Themen, die am Freitag, 24.September, im Fokus der Liebfrauenschule Coesfeld standen. Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern auf den Weg in die heimische Natur, um eine Solidaritätswanderung zu unternehmen. Bei den Wanderungen ging es nicht um Schnelligkeit, Tempo oder Strecke, sondern um eine bewusste Naturerfahrung und ein Gedenken an die Opfer der Hochwasserkatastrophe. Anders als bei typischen Sponsorenläufen galt es nicht, eine bestimmte Anzahl von Runden zu laufen. Vielmehr machten sich die Klassen und auch die Kolleginnen und Kollegen im Vorfeld auf die Suche nach Sponsoren, die bereit waren, eine Spende als Startgeld zur Verfügung zu stellen. Das Geld, das durch die Unterstützung der Sponsoren eingenommen wird, geht zu gleichen Teilen an die Grundschule Bad Neuenahr und an die Kita St. Amandus in Kordel. Beide Einrichtungen sind bei der Hochwasserkatastrophe im Juli zerstört worden. „Auch noch Wochen später laufen in den Hochwassergebieten die Aufräumarbeiten auf Hochtouren. Der Schulunterricht und auch der Betrieb in Kindertagesstätten läuft oft in improvisierten Räumen ab. Für uns als Schulgemeinschaft ist es wichtig, Solidarität zu zeigen. Wir wollen die Flutopfer unterstützen und den Menschen Hoffnung geben“, betont Lehrerin Jennifer Kahn, die gemeinsam mit drei Kolleginnen nach den Sommerferien die Arbeitsgruppe „Hilfe für die Flutopfer“ an der Liebfrauenschule gegründet hat. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, mit Hilfe verschiedener Spendenaktionen konkrete Projekte vor Ort in den Flutgebieten zu unterstützen.

Da auch die Hochwasserkatastrophe ihre Ursachen unter anderem im immer stärker wahrnehmbaren Klimawandel hat, hat sich die Schule bewusst dazu entschlossen, die Solidaritätswanderung am Tag des globalen Klimastreiks zu unternehmen. Die Klassen wählten individuell Wanderrouten in der Umgebung aus. Sie waren unter anderem am Coesfelder Berg, in den Baumbergen, an der Berkel oder in der Westruper Heide unterwegs. Die Schülerinnen und Schüler sollten dabei die Natur bewusst wahrnehmen und erkennen, dass sie geschützt werden muss und ein Einsatz für den Klimaschutz wichtig ist. Neben einem Videoimpuls zu Beginn der Wanderung gab es Sinnesübungen und andere Programmpunkte. So hatten die Schülerinnen und Schüler auch die Aufgabe, Naturfotos anzufertigen, die später in der Schule ausgestellt werden. Mit Hilfe von Fundstücken aus der Natur entstand in jeder Gruppe am Ende der Wanderung ein Legebild. „Es war eine tolle Erfahrung, ich hätte nicht gedacht, dass Wandern so viel Spaß macht“, zog eine Schülerin ein positives Fazit. Für einen Schüler war eine Stille-Übung sehr beeindruckend: „Man ist zur Ruhe gekommen und konnte die Natur viel bewusster wahrnehmen.“ Eine andere Klasse konnte im Wildpark Dülmen Rehe und Hirsche ganz nah erleben.

Es war für alle ein ganz besonderer Tag. „Es war schön, dass wir den Tag auch gemeinsam als Klasse verbringen konnten“, betonte eine Schülerin. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten viele Aktivitäten im Klassenverbund im vergangenen Schuljahr nicht durchgeführt werden, umso größer war die Freude, dass - mit Hilfe entsprechender Corona-Schutzmaßnahmen – solch eine Aktion stattfinden konnte.

von Bernd Schier 19. Juli 2026
Mit diesem Schuljahr haben die Studierenden Celin Sollert, Bea Knobloch und Mareike Koch (v. l.) ihr Praxissemester an der Liebfrauenschule ertragreich beendet. Wir wünschen ihnen alles Gute für ihre weitere Ausbildung!
von Gunnar Emmerich 17. Juli 2026
Der religiöse Impuls zum Schuljahresende am Freitag, 17.07.2027 war von Frau Drüing zusammen mit der SPS Ub vorbereitet worden. Der Impuls stand unter dem Motto „Wir sind zusammen GROß“. Zeugnisse werden im Rückblick auf die Schulzeit nicht so eine große Rolle spielen wie die Menschen, die wir in unserer Schulzeit kennengelernt haben. Menschen, die uns Gott geschickt hat, um uns zu unterstützen, wenn es mal nicht so gut läuft... denn nur zusammen sind wir groß!
von Jennifer Kahn 16. Juli 2026
Studierende und Lehrende der Fachschule für Sozialpädagogik unterstützten in den vergangenen Wochen das Forschungsprojekt „SoWeKi“. Das Projekt untersucht, wie Vorstellungen und Wissen über Kindheit in der Ausbildung angehender Erzieherinnen und Erzieher an Fachschulen vermittelt und im Unterricht thematisiert werden. Dabei erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim, der Universität Osnabrück und der Hochschule Emden/Leer, wie bildungspolitische Vorgaben in der pädagogischen Praxis umgesetzt werden. Hierzu werden Unterrichtssituationen beobachtet sowie Interviews mit Lehrkräften und Gruppendiskussionen mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt. Ziel ist es, Erkenntnisse für Wissenschaft, Bildungspolitik und die pädagogische Praxis zu gewinnen und so zur Weiterentwicklung der Sozial- und Bildungsinfrastruktur von Kindern beizutragen. Als Dank für die Unterstützung überreichte Ellen Bogorinsky von der Universität Osnabrück den Studierenden der Klassen SPSO und SPBU einen Moderationskoffer.
von Gunnar Emmerich 16. Juli 2026
Einmal im Jahr geht es für die gesamte Schulgemeinschaft gemeinsam auf „religiöse Spurensuche“. Der diesjährige Termin lag am 16.07.2026, dem vorletzten Schultag vor den Sommerferien. Das Besondere an der religiösen Spurensuche: Sie holt religiöse Themen aus dem Klassenzimmer heraus und führt sie dorthin, wo Glaube im Alltag spürbar wird. Ziel ist es, religiöse und ethische Fragestellungen lebensnah zu erleben. Dieses Jahr wurde die "religiöse Spurensuche" im Klassenverband durchgeführt. Im Folgenden einige Bilder der "religiösen Spurensuche"...
von Jennifer Kahn 15. Juli 2026
"Noch einmal Kind sein..." - das konnten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher am Mittwoch, 15.07.2026 im Freizeitpark Ketteler Hof in Haltern. Die Studierenden der beiden Vertiefungskurse Elementarpädagogik hatten viel Spaß beim Klettern im Niedrigseilgarten, auf der Teppichrutsche oder auf den Wasserbahnen. Zwischendurch nutzten die Studierenden die Zeit für ein Picknick oder Eis.
von Jennifer Kahn und Gunnar Emmerich 13. Juli 2026
Vier langjährige Kolleginnen und Kollegen der Liebfrauenschule Coesfeld wurden am Freitag, 10.07.2026 feierlich in der Aula in den Ruhestand verabschiedet: Beatrix Müller-Laackman, Uta Lichte, Dieter Niehoff und Paul Weiland. 
von Gunnar Emmerich 10. Juli 2026
Eine Gruppe von Schüler:innen und Studierenden, begleitet von Frau Telges und Herrn Hinken, machte sich vom 05.07 - 12.07.2026 auf den Weg nach Taizé. Die Fahrt fand in Kooperation mit einer Schüler:innen-Gruppe vom Piusgymnasium in Coesfeld statt. Die Gruppe erlebte eine einzigartige Mischung aus internationalem Austausch und einfachem Gemeinschaftsleben. Hier der Bericht der Gruppe: "Am Sonntag, den 5. Juli, machten sich insgesamt 27 Schülerinnen und Schüler des Pius-Gymnasiums und der Liebfrauenschule gemeinsam mit vier Lehrkräften auf den Weg nach Taizé in Frankreich. Eine Woche lang wurde der Alltag dort von gemeinsamen Gebeten, Gesängen, Gesprächen über religiöse und persönliche Fragen, Gemeinschaftsdiensten und zahlreichen Begegnungen mit Jugendlichen aus unterschiedlichen Ländern geprägt. Bereits bei der Ankunft erhielten alle Teilnehmenden eine Aufgabe, mit der sie während der Woche zum gemeinschaftlichen Leben in Taizé beitrugen. Die 15–17-jährigen Jugendlichen halfen bei der Essensausgabe und die 18–35-jährigen übernahmen die Betreuung von jüngeren Kindern. Neben den festen Programmpunkten blieb jedoch auch viel Zeit, um gemeinsam Karten zu spielen, zu singen, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Freundschaften zu schließen. Besonders prägend war für viele Schülerinnen und Schüler der internationale Austausch. Eine Schülerin berichtete: „Man hat viele unglaublich nette Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennengelernt. Dabei entstanden lange und intensive Gespräche, die sehr prägend waren und einen persönlich sowie menschlich weitergebracht haben.“ Auch die Offenheit und Freundlichkeit vor Ort hinterließen einen bleibenden Eindruck: „Ich fand den Austausch mit den vielen unterschiedlichen Menschen toll und besonders, wie freundlich jeder zu jedem war.“ Das einfache Leben in Taizé war zunächst für einige ungewohnt. Geschlafen wurde in einfachen Mehrbettzimmern, die Mahlzeiten waren schlicht und während der Gebete saß man gemeinsam auf dem Boden der Versöhnungskirche. Gerade diese Erfahrungen führten jedoch dazu, dass viele Jugendliche ihren eigenen Alltag aus einer neuen Perspektive betrachteten: „Durch das einfache Leben vor Ort lernt man viele Dinge des Alltags wieder mehr zu schätzen. Gleichzeitig wurde einem bewusst, wie privilegiert man eigentlich ist und wie selbstverständlich vieles im eigenen Leben erscheint.“ Ein Schüler fasste seine Eindrücke folgendermaßen zusammen: „Der Kontakt zu so unglaublich vielen Menschen aus anderen Ländern und Kulturen hat nicht nur den eigenen Horizont erweitert, sondern auch für neue Eindrücke gesorgt, die man sonst vielleicht gar nicht wahrgenommen hätte.“ Trotz des ungewohnten Alltags und mancher Herausforderungen erlebten die Jugendlichen die Woche vor allem als wertvolle Zeit der Gemeinschaft. Sie verbrachten nicht nur ihre Freizeit, sondern auch die Arbeitszeiten miteinander, unterstützten sich gegenseitig und wuchsen als Gruppe zusammen. Ein besonderer Moment war für viele das letzte Abendgebet: „Am meisten wird mir der letzte Abendgottesdienst in Erinnerung bleiben. Jede Person hatte eine Kerze und das warme Licht erleuchtete schließlich die ganze Kirche.“ So kehrten wir am 12. Juli mit vielen neuen Eindrücken, Bekanntschaften und Erinnerungen zurück. Eine Schülerin brachte die Erfahrungen der Woche besonders treffend auf den Punkt: „Ich fahre mit sehr viel Dankbarkeit, Demut und einem Herzen voller Liebe und Glück zurück.“ Die Woche in Taizé zeigte, dass ein einfaches Leben, gemeinsame Verantwortung, intensive Gespräche und Begegnungen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg eine Gemeinschaft entstehen lassen können, die noch lange über die Reise hinauswirkt." André Hinken & Anna-Lena Telges
von Marco Muschner 10. Juli 2026
Herzlichen Glückwunsch, Paul Peters! Paul Peters hat im März die Prüfung zum Rettungshelfer NRW abgelegt und hat nun auch am 1. Juli das notwendige 80stündige Rettungswachenpraktikum auf der Rettungswache in Dülmen absolviert. Damit ist die Ausbildung zum Rettungshelfer NRW abgeschlossen. Am 09.07.2026 konnte Marco Muschner (stellvertretender Schulleiter und Ausbilder im Rettungsdienst) Paul Peters die Examensurkunde überreichen.
von Christine Hojenski 8. Juli 2026
Mit einem gemeinsamen Besuch der Synagoge in Enschede, der „mooiste synagoge van Nederland“, verabschiedet die Fachschaft Religion Uta Lichte und Paul Weiland. In einer ausführlichen Führung sahen die Teilnehmenden des gemeinsamen Ausflugs nicht nur die Gottesdiensträume, sondern u.a. auch den Unterrichtsraum, den Festsaal, den Eingang zur Mikwe und das Café und erfuhren auch, welche Rolle die Gemeinde und insbesondere ihr damaliger Vorsteher für die Möglichkeit des Untertauchens der Enscheder Gemeindemitglieder nach 1933 gespielt hat. In einem Lokal auf dem Enscheder Marktplatz stärkten sich alle beim gemeinsamen Mittagessen, danach ging es weiter nach Ahaus. Dort klang die gemeinsame Zeit bei Gesprächen und einem gemeinsamen Kaffeetrinken aus. Bereits zum fünften Mal hat die Fachschaft die ausscheidenden Mitglieder mit einem gemeinsamen Ausflug verabschiedet, dabei waren, wie sonst auch, ebenso ehemalige Mitglieder der Fachschaft Religion.
von J. Kahn 8. Juli 2026
Einblicke in die Berufswelt und die Welt des Studiums erlebten die Klassen BFC 11, FOS 11 und AHE 12 beim diesjährigen Zukunftstag in der Liebfrauenschule. Auch in diesem Jahr wartete auf die Schülerinnen und Schüler ein tolles Programm, bei dem sie Berufe, Ausbildungswege und Studienmöglichkeiten kennenlernen konnten. Zahlreiche Referentinnen und Referentinnen – darunter viele ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule - stellten ihre Berufsfelder vor, berichteten von Wegen in die Ausbildung und von Praxiserfahrungen. So gab es zum Beispiel Informationen zum Studium der Psychologie, der Sozialpädagogik, der Sozialen Arbeit und Hebammenwissenschaften. Auch die Berufsbereiche Polizei, Krankenpflege Physiotherapie und Lehramt waren vertreten. Die Uni Münster stellte Informationen zur Studienwahl bereit und auch die KATHO Münster informierte über ihr Angebot. Mit der Saxion University of Applied Sience Enschede waren auch Gäste aus dem Nachbarland vor Ort. Und natürlich durfte auch das schulinterne Angebot nicht fehlen: Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen informierten über die Erzieherausbildung (praxisintegrierte Ausbildung und Schulform) und über den Bildungsgang der Heilerziehungspflege. Wer sich bezüglich der Berufswahl noch unsicher ist, konnte an der offenen Berufsberatungssprechstunde von Sandra Lensing (Bundesagentur für Arbeit) teilnehmen. Zudem gab David Francke Einblicke in den Internationalen Freiwilligendienst über das Bistum Münster. Der Zukunftstag hat gezeigt, wie motivierend praxisnahe Einblicke und passgenaue Beratung wirken. Ob Physiotherapie, Pflege, Psychologie oder Soziale Arbeit – die Wege nach dem Abschluss sind vielfältig und so werden aus Möglichkeiten und Ideen berufliche Pläne.
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