Mein WOW-Monat in Albanien

Lena Terlau • 12. Dezember 2025

Nach meinem Abitur auf der Liebfrauenschule wollte ich etwas Neues erleben, was man sonst nicht typisch nach dem Abitur macht. Ich wollte nicht in die typischen Länder, sondern in ein eher unbekannteres Land, über das man nicht so viel weiß. Also bot sich das Albanienprojekt super an. Gesagt, getan, begann mein WOW-Monat am 03.06.2025 mit dem Flug nach Tirana. Vor meiner Reise hatte ich mich mit den grundlegenden Informationen über Albanien und die Kultur sowie einigen wichtigen albanischen Vokabeln vertraut gemacht. Im Flugzeug war ich überraschenderweise kaum aufgeregt, sondern freute mich vielmehr auf die bevorstehenden Erlebnisse und neuen Erfahrungen.

Nach meiner Ankunft wurde ich herzlich aufgenommen und direkt in die Aktivitäten eingebunden. Am selben Tag standen noch zwei (Patienten-)Besuche an. Einer davon beinhaltete eine über zweistündige Besprechung auf Albanisch von der Caritas. Obwohl mir der Inhalt im Nachhinein erklärt wurde, fühlte ich mich in diesem fremden Land zunächst etwas verloren, da ich kein einziges Wort verstand. Trotzdem fühlte ich mich nicht unwohl, sondern empfand eher eine Art von Geborgenheit. Auf der Fahrt zum zweiten Besuch erlebte ich meinen ersten WOW-Moment, der mich im positiven Sinne erstaunte: Ziegen und Kühe liefen frei auf den Straßen herum, während ihre Besitzer auf den Wiesen saßen und den Tag genossen.

Der zweite Besuch führte über einen holprigen Feldweg (der dort als normale Straße gilt) zu einer älteren Dame. Ich war überrascht, als ich sah, dass sie zur Behandlung einfach auf der Wiese saß, ohne großen Wert auf hygienische Standards zu legen, welche wir aus Deutschland kennen. Schon an meinem ersten Tag hatte ich so viele neue Eindrücke gesammelt! Als wir dann auf der Missionsstation ankamen, wurde ich herzlich empfangen, obwohl mich dort auch niemand kannte. Ich fühlte mich dadurch noch geborgener.

Am dritten Tag nahm ich an einem von der Caritas organisierten Volleyballturnier teil, das einmal jährlich stattfindet. Obwohl ich zunächst unsicher war, wurde ich vom Trainer ermutigt mitzuspielen. Meine Mitspielerinnen nahmen mich sofort herzlich auf. Obwohl wir das Spiel verloren, hatten wir den Spaß am Spiel und an den Tag nicht verloren. Wir verbrachten den ganzen Tag miteinander, tauschten uns auf Englisch aus und lernten voneinander, z.B. lernte ich die traditionellen Tänze und durfte sie in der Gemeinschaft aller Volleyballgruppen mittanzen. Schnell wurde ich als sechstes Mitglied in die Gruppe aufgenommen, und es entwickelte sich eine Freundschaft, die bis heute andauert. 

Den nächsten Tag bekam ich auch Einblicke in den Kindergarten und konnte trotz fehlender Sprachkenntnisse erstaunlich gut mit den Kindern und Erziehern kommunizieren. Es war schön zu sehen, dass ich als Teil der Gemeinschaft wahrgenommen wurde und nicht als Fremde. Auch in der Praxis durfte ich bei der Versorgung der Patienten zuschauen, lernen und teilweise auch behilflich sein. Alle waren freundlich und bemühten sich, auf Englisch oder Deutsch mit mir zu sprechen. Sie waren nicht verärgert darüber, dass ich nur wenige Worte Albanisch verstand und sprach, sondern versuchten sogar, mir beim Lernen zu helfen. Ein weiterer beeindruckender Aspekt war die Lebensweise der Menschen. Ich hatte viele WOW-Momente. Besonders unbegreiflich war, als wir in einen Gemeinschaftsbus gestiegen sind und darin lose Sitzhocker standen. Diese konnten einfach herumrutschen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen, da so etwas bei uns gar nicht möglich wäre, geschweige denn man überhaupt daran denken würde. Dort ist es jedoch erlaubt und sorgt dafür, dass mehr Menschen mitfahren können. Bei den Patientenbesuchen erhielt ich Einblicke in verschiedene Lebensstile und soziale Schichten. Einige lebten in besseren Verhältnissen, andere in ärmlicheren. Die Häuser waren teilweise in einem erschreckenden Zustand, da die Wohnverhältnisse ganz anders sind als in Deutschland. Viele Familien wohnen mit ihren Kindern fernab der Stadt, meist versteckt in den Bergen, die man nur über steile und steinige Feldwege erreicht. Die Kinder, die zur Schule gehen, laufen teilweise jeden Tag 1 1/2 Stunden zur Schule oder können erst nach einem langen Fußmarsch an festen Straßen von einem Bus abgeholt. Trotz ihrer Armut waren die Menschen unglaublich gastfreundlich und teilten mit uns ihre Ernte, obwohl sie selbst kaum etwas hatten. Eine solche Herzlichkeit und Gastfreundschaft hatte ich selten zuvor erlebt.

Ich durfte noch viele weitere Erfahrungen sammeln: Ich nahm an Festen, der Stadt Fushë-Arrëz und Festivals der Kirche teil, besuchte Caritas-Veranstaltungen für Menschen mit Beeinträchtigungen, wie z.B. einen Strandausflüge, und erlebte Schulabschlüsse, Jubiläumsfeiern und Spendenverteilungen an arme Familien. Ich war beeindruckt von den Geschichten über das Leben der Menschen, ärmlicheren Familien und die Kriminalität in manchen Gegenden, aber auch von der Vielfalt der albanischen Kultur. Trotz aller Unterschiede halten die Menschen zusammen und sind stark religiös geprägt, was den Zusammenhalt der Gemeinschaft stärkt.

Mein Fazit aus diesem Monat ist, dass ich diese Erfahrung auf jeden Fall wiederholen würde. Es war eine wertvolle Zeit, in der ich viele beeindruckende WOW- Momente und Erlebnisse erlebt habe. Ich habe viel gelernt und bin dankbar für diese erfahrungsreiche Zeit, welche ich nie missen möchte.

von M. Muschner und G.Emmerich • 27. Oktober 2026
Herr Muschner bot vom 24. auf den 25. Oktober 2026 seine mittlerweile traditionelle Musicaltour nach Hamburg an. Dieses Mal wurde das Musical "Tarzan" gezeigt und von Studierenden der HEPBO, HEPBM und der SPSO für einen schönen Abend in der Hansestadt genutzt.
von J. Kahn • 15. Oktober 2026
Im Vertiefungskurs Elementarpädagogik bei Frau Kahn drehte sich am 15.10.2026 alles um das Thema „Herbst“.  Gemeinsam wurden Mandalas aus Naturmaterialien gelegt, Kastanienfiguren gebastelt und Morgenkreisspiele gespielt. Zum Schluss konnten alle Werke in einer kleinen Ausstellung bewundert werden.
von Bernd Schier • 12. Oktober 2026
In der Abtei Königsmünster in Meschede haben die Schülerinnen und Schüler der AHG 12 und AHE 12 vom 07. – 09.10. Tage religiöser Orientierung durchgeführt, begleitet von Frau Rottenbücher, Herrn Limbach und Herrn Schier. In den Gruppen, die von Mitarbeiter:innen der „Oase“ geleitet wurden, ging es z. B. um die eigenen Stärken und den eigenen Lebensweg wie auch um Zusammenhalt in der Gemeinschaft und geistliche Impulse. Beeindruckende persönliche Einblicke in das Leben als Mönch im 21. Jahrhundert gab Bruder Benjamin, dem die Schülerinnen und Schüler in großer Runde dazu viele Fragen stellten. Natürlich gab es auch neben dem Programm viele Gelegenheiten, sich als Jahrgangsstufe noch besser kennenzulernen und überhaupt lohnende Tage auf dem Klosterberg zu verbringen. „Das sollten wir noch einmal machen!“, so das positive Fazit einer Schülerin bei der Abreise am Freitag. 
von A. Brockhoff • 8. Oktober 2026
Für die BFC11b ging es bei ihrem Wandertag nach Münster ins NINFLY. Dort nahm die Klasse am Präventionskurs „Erwecke den Ninja in dir!“ teil, bei dem Bewegung, Gesundheit und gemeinsames Erleben miteinander verbunden wurden. Bei verschiedenen Team-Challenges und sportlichen Herausforderungen wurde gemeinsam geklettert, balanciert und gesprungen. Dabei ging es auch darum, den eigenen Körper und seine Fähigkeiten besser kennenzulernen, eigene Grenzen wahrzunehmen und sich an neue Herausforderungen heranzuwagen. Natürlich wurde dabei auch viel gelacht, sich gegenseitig angefeuert und unterstützt. Vor allem bot der Tag die Gelegenheit, auch außerhalb des Unterrichts gemeinsam Zeit zu verbringen und als Klasse weiter zusammenzuwachsen. Nach dem Programm im NINFLY ließ die Klasse bei schönem Herbstwetter den Tag noch gemeinsam in der Münsteraner Innenstadt ausklingen.
von G. Emmerich • 5. Oktober 2026
Am Montag, 05.10.2026 fand die Ehrung der besten Klassen und Läufer des Sponsorenlaufs 2026 durch Herrn Kotte als Vertretung der Schulleitung, sowie Frau Donner und Herrn Rütter als Vertreter der Fachschaft Sport statt.
von Y. Limbach • 1. Oktober 2026
Bei ihrer ersten Sitzung am 16. September 2026 hat die Schülervertretung die Weichen für das neue Schuljahr gestellt. John Mack (SzO) wurde zum Schülersprecher gewählt, Luke Garthmann (AHG 13) zu seinem Stellvertreter.  Außerdem wurden die Schülerinnen und Schüler bestimmt, die die SV in der Schulkonferenz vertreten. Auch konkrete Vorhaben standen auf der Tagesordnung: Die Schulentwicklungsziele sollen in die Klassen getragen und bei der nächsten Sitzung weiter ausgearbeitet werden. Der Arbeitskreis „Gesunde Schule“ kündigte Stehtische für alle Klassenräume an und lud dazu ein, Anliegen rund um Gesundheit anzusprechen. Für den Kinobesuch am Halbjahreszeugnistag im Februar wurden Filmvorschläge gesammelt. Außerdem soll die Aktion „Post für Dich“ wieder stattfinden, und die Weihnachtsgrüße werden künftig vielleicht digital gestaltet. Auch Interessierte für das Podcast-Studio und die Arbeitsgruppe Unterrichtsentwicklung wurden gefunden."
von S. Drüing • 29. September 2026
Raus aus dem Klassenraum und hinein in die Praxis: Angehende Erzieher:innen und Heilerziehungspfleger:innen verbrachten gemeinsam fünf intensive Tage im Lahntal. Begleitet wurden sie von Frau Kühn und Frau Drüing. Im Mittelpunkt der Woche stand die Erlebnispädagogik – und die wurde nicht nur theoretisch betrachtet, sondern ganz praktisch erfahren. Eine Wanderung durch die Natur- und Kulturlandschaft, eine Kanutour auf der Lahn, Bogenschießen und ein Stadtspiel in Diez sorgten für ein abwechslungsreiches Programm. Dabei waren Ausdauer, Kommunikation, Kreativität, gegenseitige Unterstützung und Kooperation gefragt. Besonders für die angehenden Erzieher:innen und Heilerziehungspfleger:innen im dritten Ausbildungsjahr eröffnete die Woche dabei eine wichtige Perspektive auf die bevorstehende Berufspraxis: Die verschiedenen Aktivitäten wurden nicht nur selbst erlebt, sondern immer wieder auch mit dem Blick einer zukünftigen pädagogischen Fachkraft betrachtet. Welche Angebote eignen sich für eine Gruppe? Was muss bei der Planung beachtet werden? Wie gelingt es, eine Gruppe anzuleiten und gleichzeitig die einzelnen Gruppenmitglieder im Blick zu behalten? So boten sich unterschiedliche Möglichkeiten, das Leiten einer Gruppe zu erproben, Verantwortung zu übernehmen, Gruppenprozesse wahrzunehmen und das eigene pädagogische Handeln zu reflektieren. Auch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern konnte im Verlauf der Woche praktisch erfahren werden. Damit wurden Kompetenzen aufgegriffen, die für die spätere Arbeit in unterschiedlichen sozialpädagogischen Handlungsfeldern von großer Bedeutung sind. Auch das gemeinsame Leben gehörte zum Konzept: Die Gruppe organisierte ihre Selbstversorgung, übernahm gemeinsam Verantwortung für den Alltag und erlebte unmittelbar, welche Bedeutung Absprachen, Verlässlichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme für das Zusammenleben haben. Zwischen körperlichen Herausforderungen, gemeinsamen Erlebnissen und ruhigeren Momenten blieb immer wieder Zeit, die eigenen Erfahrungen und die Prozesse innerhalb der Gruppe zu reflektieren. So wurde Erlebnispädagogik nicht nur zum Unterrichtsthema, sondern zu einer intensiven Erfahrung mit vielen Anknüpfungspunkten für die zukünftige pädagogische Arbeit. Eine Woche voller Gemeinschaft, Herausforderungen, neuer Erfahrungen und ganz viel pädagogischer Praxis!
von Gunnar Emmerich • 25. September 2026
Am Freitag, 25.09.2026 fand der traditionelle Sponsorenlauf der Liebfrauenschule statt. Dieser Tag diente erneut der Klassen- und Schulgemeinschaft und sollte darüber hinaus unser aktuelles Projekt in Fushe Arrez (Albanien) und teilweise unser ehemaliges Projekt in Tansania finanziell unterstützen. Der sonnige Tag sorgte allgemein für gute Laune und war der Grundstein für einen gelungener Tag! Neben dem Sammeln von Spendengelder stand auch dieses Mal die Gemeinschaft, der Spaß an der Bewegung und ein Austausch der Schulgemeinschaft im Vordergrund.
von B. Schier • 24. September 2026
Für ihre Teilnahme am Essay-Wettbewerb der Berkenkamp-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Schulministerium NRW sind Hannah Buchholz (AHG 12), Pia Feldmann (AHE 12) und Jule Bekker (AHG 13) mit einer Urkunde geehrt worden. Herzlichen Glückwunsch zu den gelungenen Arbeiten!
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