"Zukunft in Pink" – Ein Gottesdienst, der Türen öffnet

Unter dem Leitgedanken „Zukunft Pink – der Glaube einer Frau, die Zukunft öffnet“ fand am Freitag für die Schulgemeinschaft ein Gottesdienst in der Jakobi-Kirche statt. Der Gottesdienst griff zentrale Themen unserer Zeit auf: Gleichberechtigung und Frauenrechte sowie die Realität vieler Frauen und Mädchen, die noch immer unterdrückt oder von der Gesellschaft zum Schweigen gebracht werden. Dabei wurde deutlich, wie aktuell und notwendig diese Auseinandersetzung auch heute noch ist.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen dabei starke Frauen, die den Mut hatten oder haben, etwas zu bewegen. Schüler:innen und Lehrkräfte erzählten von besonderen Frauen, die sie als Vorbilder sehen, darunter Schauspielerin und Feministin Emma Watson, die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer, Sängerin Amy Winehouse, die amerikanische Bürgerrechtlerin Rosa Parks, Autorin und Frauenaktivistin Tara-Louise Wittwer und Melli Beese, die als erste Frau Pilotin in Deutschland wurde. Und natürlich rückte noch eine weitere beeindruckende Persönlichkeit in den Mittelpunkt: die Ordensgründerin der Schwestern Unserer Lieben Frau Julie Billart. Ihr Leben und Wirken steht exemplarisch für den Einsatz von Frauen, die sich für Bildung, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe stark gemacht haben – oft gegen erhebliche Widerstände.
Ein besonderer Blick in der gemeinsamen Predigt von Pastoralreferent Philipp Lammering und Ricarda Meis-Kunze und Isabel Markmann (beide vom Team Schulseelsorge) galt starken Frauen der Bibel: Maria, Esther und Maria Magdalena. Sie alle stehen für Mut, Vertrauen und die Bereitschaft, trotz Angst neue Wege zu gehen. Ihre Geschichten zeigen, dass Veränderung oft dort beginnt, wo Menschen den Mut finden, ihre Stimme zu erheben und für das einzustehen, woran sie glauben.
So wurde im Laufe des Gottesdienstes, der musikalisch von Musiklehrer Christian Laing und Schüler:innen der Klassen SzU, KiO und SPSO gestaltet wurde, immer wieder deutlich: Es sind oft Frauen, die – trotz Furcht – Bewegungen anstoßen und Veränderungen möglich machen. Ihr Mut ist ein Schlüssel für eine gerechtere Zukunft. Zugleich wurde ein Gottesbild betont, das über traditionelle Grenzen hinausgeht: ein Gott für alle Geschlechter, der Menschen in ihrer Vielfalt sieht, stärkt und begleitet.
Am Ende stand eine Frage, die jede und jeden persönlich anspricht und in den Alltag hineinwirkt: Wo bin ich heute gefragt? Wo muss ich meine Stimme erheben und mich für Gerechtigkeit einsetzen?

























