Besuch von Bruder Jeremias und Angelos Delija vom Albanien-Projekt

Bewegende Schilderungen aus dem Albanien-Projekt erlebten am 17.04.2026 Schüler:innen der Klassen BFC 11a, BFC 11b und der AHG 11.
Bruder Jeremias und sein Mitarbeiter Angelos Delija erzählten von ihrer Arbeit in Fushë-Arrëz (Albanien), die seit 2023 von unserer Schule finanziell unterstützt wird. Angelos Delija arbeitet seit drei Jahren mit Bruder Jeremias zusammen und erzählte eindringlich auf Englisch von seinem Arbeitsalltag in der von Armut geprägten albanischen Bergregion, von schlecht versorgten Wunden, nicht behandelten Erkrankungen und unerträglichen Schmerzen der Betroffenen.
„Albanien ist ein Land mit schlechter Politik, Korruption, Armut und einer mangelnden Gesundheitsversorgung. Die Bedingungen in Krankenhäusern sind katastrophal. Menschen werden sterben gelassen, wenn sie kein Geld für die Bezahlung der Behandlung haben“, erklärte Bruder Jeremias. Viele der Patienten, die von Bruder Jeremias und seinem Team gepflegt und versorgt werden, hätten schlechte Erfahrungen gemacht und seien traumatisiert von Krankenhausaufenthalten. „Viele Menschen haben Angst und wissen nicht, wo sie hingehen können, wir sind ihre einzige Hilfe“, betont Delija. Er erzählt von Menschen mit Diabetes, die über ihre Krankheit aufgeklärt werden müssten und schlimmen Wunden und Infektionen, die gar nicht oder nur unzureichend im Krankenhaus behandelt worden seien.
Die Schülerinnen und Schüler waren sichtlich bewegt von den widrigen Bedingungen unter denen die Menschen in Albanien leben und dem Engagement der Helfenden vor Ort. „Ich bin geschockt über die Bedingungen in Albanien und kann nicht glauben, dass solche Bedingungen in einem Land in Europa herrschen“, sagte eine Schülerin der AHG 11. Neben den vielen Problemen wurde jedoch auch deutlich, mit viel Engagement die Helfenden vor Ort die Menschen unterstützen.
„Wir versuchen den Menschen das Leben leichter zu machen, dass sie mehr Lebensqualität erreichen“, betonte Delija. Dabei sei auch eine Unterstützung der Familien wichtig. Für ihn ist die Arbeit vor Ort mittlerweile eine Berufung: „Früher wollte ich immer weggehen, aber dann habe ich erkannt, dass ich hier etwas Großes bewegen kann und es wichtig ist, hier zu bleiben.“
Bruder Jeremias betonte zudem noch einmal, wie wichtig die Unterstützung der Liebfrauenschule sei: „Durch die Spenden des Bücherflohmarktes können wir viele einfache Dinge finanzieren, die wir dringend benötigen: Geld für das Pflegepersonal, für Sprit und Materialien, die wir brauchen. Ohne diese Spenden wäre unsere Arbeit nicht möglich.“
Der Bücherflohmarkt, der von zahlreichen Helferinnen und Helfern unterstützt wird, findet am Sonntag, 30. August, von 9.30 bis 16 Uhr am Kloster Gerleve in Billerbeck statt. Die Einnahmen gehen an verschiedene Hilfsprojekte, darunter auch an das Albanien-Projekt in Fushë-Arrëz.















